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Seminar in der Schweiz in Zusammenarbeit der ESA und des AVS

Peter Schneider AGVS, Heribert Käser le GARAGE und Reinhold Thalhofer
Adviser GmbH (von links)
 
Seminar: "Leben ohne Marke"  

Am 19. Februar 2003 fanden sich 152 Personen in Rüschlikon ein, zum Seminar, das unter dem Titel "Leben ohne Marke" stand. Die Initialzündung zu diesem Seminar hat die Auto Business Akademie aus Deutschland, in Zusammenarbeit mit der ESA und dem AGVS gegeben. "Für uns ist es wichtig, dass Sie sich richtig positionieren, um überleben zu können", eröffnete der AGVS-Direktor Peter W. Schneider die Tagung.

Dann tritt Reinhold Thalhofer mit voller Dynamik, viel Humor und zahlreichen Bonmots auf. Er erläutert, dass es 6,3 Mrd. Menschen auf der Welt gebe. "Haben Sie eine Wohnung, haben Sie genug zu essen, haben Sie anständige Kleidung, haben Sie ein Auto? Dann sind Sie reich." Er versteht es, ein Publikum von Anfang an, bis zum Schluss zu fesseln. "Investieren Sie in das, was der Kunde will und braucht", so der Referent.

Schnell mal greift Thalhofer zu unkonventionellen Vergleichen, was die Atmosphäre im Saal immer wieder auflockert. "Der freie Unternehmer hat selbst die Zügel in der Hand," betont Reinhold Thalhofer. "Er hat sehr viele Freiheiten, aber auch sehr viel Verantwortung.

Die Herausforderung ist nun, selbst die Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Erkennen Sie Ihre Stärken und investieren Sie in diese.

Die einen sehen Veränderung als Bedrohung, die anderen als Chance. Sollten Sie Ihre Markenvertretung verloren haben, ist es wichtig, dass Sie sich nicht als Verlierer sehen. Machen Sie das Beste daraus." Ihre Marke ist zunächst mal ihr Name und ihre Persönlichkeit, dies ist seit ihrem Beginn in der Region bekannt. Das Rückgrat des Betriebes ist der Service. Zwei Drittel aller Wertschöpfungen hängen vom Service ab. Binden auch Sie die Kunden an Ihre Werkstatt. Auf Dauer erfolgreich ist, wer sich neue Zielgruppen erschließt.

Wir brauchen Kunden, der Kunde braucht auch uns
Der Hauptgrund, warum Kunden nicht wiederkommen, ist, dass man sie nicht beachtet. Kunden legen Wert auf persönlichen Kontakt. Unfreundliche Mitarbeiter, mangelnde Hilfsbereitschaft, schlampige Auftragserfüllung, lange Wartezeiten, aber auch undurchsichtige Rechnungen stören den Autofahrer. Wer den Preis nicht akzeptiert, hat die Leistung nicht begriffen. Stellen Sie Rechnungen aus, mit deren Begriffen sich der Kunde zurechtfindet.

Anwendbare, bezahlbare Marketinginstrumente
Beachten Sie die wichtigen Regeln zur Verbesserung des Werkstattgeschäfts:

  • Seien Sie dienstbereit für Ihre Kunden und erweitern Sie die Öffnungszeiten.

  • Informieren Sie Ihre Kunden regelmäßig über Ihre Angebote.

  • Machen Sie keine Reparaturannahme, sondern beraten Sie Ihre Kunden.

  • Planen Sie ein Jahr voraus eine Mailingstrategie, stellen Sie einen Fahrplan auf.

  • Erkennen Sie die Chancen des persönlichen Kontakts am Telefon. Machen Sie es (wieder) zu einem Marketinginstrument.

Jeder vierte Schweizer kauft pro Jahr ein Auto. Da liegt immer noch Substanz drin. Viel Luft gibt es noch im Schweizer Reifenmarkt. Thalhofer muntert zur Errichtung eines Pneuhotels auf. Das bringt zusätzliche Werkstattkontakte. Jeder Pkw braucht 1,25 Reifen pro Jahr.

Ganz Europa kann ein Marktgebiet sein,
aber Erfahrungsgemäß begibt sich der Kunde kaum weiter als 15 Kilometer bis zum nächsten Standort. In erster Linie kommt der Autofahrer, weil die Garage in der Nähe liegt!

Alle Vernetzungen auf dem freien Markt möglich
Haben Sie keine Angst vor dem Abkoppeln der alten Strukturen. Aktivieren Sie zusätzliche Marktanteile indem Sie Ihre Identität radikal ändern und konsequent in Ihrer Region die neue Kompetenz vermitteln. Dann werden Sie schnell zusätzliche Kunden gewinnen.

Leistung preiswert verkaufen
Den Kunden geht es nicht um Fr. 20.- mehr oder weniger, sondern um ein sauber repariertes Fahrzeug! Natürlich muss den Vorgaben der Hersteller Rechnung getragen werden. Qualität und Leistung wird ja grundsätzlich von den unterschiedlichen Zielgruppen ganz differenziert beurteilt und bewertet. Dies und viele weitere Ideen und Aspekte wurden den Teilnehmern in praxisgerechter Erläuterung an dieser Tagung vermittelt.

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