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Am 17. November 2004 führte die AGVS
Sektion Zentralschweiz im Seminarhotel
am Sempachersee in Nottwil ihre
Wintermitgliederversammlung durch. 163
Personen aus 92 Mitgliedfirmen nahmen
daran teil.
Nebst allgemeinen Mitteilungen aus dem
Verband, den Lohnrichtlinien für das
Jahr 2005 und den Ehrungen der
Lehrabschlussabsolventen hielt Reinhold
Thalhofer, Auto Business Akademie, ein
fulminantes, lockeres und
charismatisches Referat.
Er zeigte auf, wie der Garagist mit
eigenen Perspektiven, Zuversicht und Mut
seine Zukunft positiv gestalten kann.
„Manche erleiden Veränderungen, andere
gestalten Veränderungen.“ Wichtig
sei, dass der Unternehmer ein Vorbild
ist. Seine positive Haltung strahle auf
Mitarbeiter, Kunden und sein gesamtes
Umfeld aus.
Eine Umfrage bei den Autofahrern in
Deutschland habe gezeigt, dass den
Kunden die Beziehung zum Fachmann
wichtiger sei, als die Beschriftung der
Marke. „Wer Zeit und Kraft braucht, um
gegen den Importeur zu kämpfen“, so
Thalhofer, „hat keine Zeit und Kraft, um
für seine Kunden zu kämpfen.“
Anhand anschaulicher Beispiele zeigte
der Referent auf, wie sich der Garagist
zukunftsorientiert eine langfristige
Existenz aufbauen kann. „Es gibt in
Zukunft keine Sicherheiten mehr, nur
noch Gelegenheiten.“ Der Garagist soll
hellwach sein und dem Importeur den
Status zugestehen, den er hat. Der Kunde
bestimme den Standard, da er
schlussendlich alle Investitionen
bezahle.
Der Garagist müsse sich das notwendige
Selbstbewusstsein aneignen, um sich nach
den Kunden und nicht nach den Händlern
auszurichten. „Humor ist für das Leben,
was die Stossdämpfer für das Auto sind.
Der Garagist muss aufpassen, dass er
nicht Knecht des Kapitals wird und sich
den gesunden Menschenverstand erhalten
kann.“
Wichtig sei die persönliche Betreuung
des Kunden und die soziale Kompetenz im
Unternehmen. Es gebe drei Arten von
Kunden und Mitarbeitern: Solche, die
aktiv für uns, passiv oder aktiv gegen
uns sind. Jeder der Anwesenden sollte
sich Gedanken machen über: Was hat für
den Garagisten Wert? Sind Ziele alles?
Wenn Gewinnmaximierung das Ziel ist,
dann ist die Sichtweise falsch. Ziel
müssten zufriedene, ja begeisterte
Kunden sein.
Die räumliche Nähe sei die wichtigste
Stärke des Garagisten. Das hätten auch
Umfragen in Deutschland gezeigt. Ein
weiterer Rat des engagierten Referenten:
„Maximieren Sie Ihre Beschwerden, aber
minimieren Sie die Beschwerdegründe im
Betrieb!“. Die fachliche Kompetenz sei
für den Kunden das Selbstverständlichste
(die Pflicht). Sie befriedigt gerade nur
einen Siebtel der Bedürfnisse des
Kunden. Aber die soziale Kompetenz
stelle sechs Siebtel des Kunden
zufrieden. So sei die Anerkennung für
gute Leistungen der wichtigste Grund für
die Mitarbeiterzufriedenheit. Der Lohn
stehe erst an 5. Stelle. „Der
Unternehmer hat kein Geld, um
Anwesenheit oder Löhne zu zahlen. Das
ist das Geld des Kunden. Die Mitarbeiter
müssen wissen, dass begeisterte Kunden
dafür sorgen, dass sie ihren
Arbeitsplatz behalten können.“ Laut
Thalhofer werde es in Zukunft nur noch
zwei Sorten Garagen geben, solche mit
exzellenter Kundenorientierung oder
solche, die Pleite sind. |